1.
Was ist das oberste Ziel von 
WMS Kinderschuhe
wollen Kinderfüße gesund erhalten. 98% der Kinder kommen
mit gesunden Füßen zur Weit. Über 60% der
Erwachsenen leiden an Fußschäden. Kinderschuhe - richtig
angepasst - lassen Kinderfüße gesund wachsen.
2. Gibt
es bei Kinderfüßen beachtenswerte Besonderheiten?
• Höchstens 2% aller Fußschäden sind angeboren.
• Nicht passende Kinderschuhe sind die Hauptursache später
erworbener Fußschäden und gesundheitsschädlich.
• Die Knochen der Kinderfüße sind weich, durch Wachstumsfehllenkung
verformbar und gegen Druck relativ schmerzunempfindlich. Kinder
können deshalb bei der Anprobe keine verlässliche Auskunft
geben, ob ein Schuh passt.
• Druck mit dem Daumen auf die Schuhspitze funktioniert bei
Kindern nicht - anders als bei Erwachsenen. Sie ziehen bei Druck im
Reflex
die Zehen ein. Der Eindruck, dass noch Platz vor den Zehen sei, ist
dann falsch.
3.
Welche Anforderungen stellen Kinderfüße an passende
Schuhe?
• Zuwachsraum:
Kinderfüße wachsen im Jahr durchschnittlich um 2-3 Längen
(je nach Alter).
• Schubraum:
Jeder Fuß schiebt sich beim Gehen, Laufen usw. ein
Stück nach vorne. Ist dieses Stück, der Schubraum, im
Schuh nicht als freier Raum
vor den Zehen vorhanden, dann werden die Zehen bei jedem Schritt
um dieses Stück zurückgestaucht. Diese Zurückstauchen
führt auf die
Dauer zu Vorfußschäden, die sich mit der Zeit immer weiter
auswachsen bis zu Haltungsschäden.
• Verschiedene Breiten und Höhen:
Kinderfüße sind bei gleicher Länge unterschiedlich
breit und hoch. Ein Maß dafür ist die Weite, gemessen
über die Ballenpunkte rund um
den Fuß. Kinderschuhe benötigen also eine angemessene
Weite.
Schubraum |
versch. Breiten und Höhen
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•
Großzehenhöhe:
Der Kinderfuß stößt mit der längsten
Zehe (meist die Großzehe) oben zuerst an das Vorderleder des
Schuhs.
Bei WMS in Punkt D festgelegt.
•
Ballenpunkte: Für den richtigen Sitz des Fußes
im Schuh muss die in der Proportion richtige Lage der Ballenpunkte
bei den Schuhen
mit denen der Füße übereinstimmen. Bei WMS ist die
Ballenlinie E-F in einer fußgerechten Proportion B-C zu A-C
festgelegt.
• Groß- und Kleinzehenwinkel:
Der Kinderfuß darf mit den empfindsamen Zehen auch
von den Seiten her nicht zu weit eingeengt werden. Für die lagegerechte
Ausdehnung
der Zehen nach vorne, wenn der Fuß abrollt, muss im Schuh ausreichend
Raum vorgegeben werde.
Bei WMS die Zehenwinkel CEG und CFH.
A-B = absolute Brandsohlenlänge
A-D = Fußsohlenlänge
D-B = absolute Zugabe
E-F = Ballenmesslinie
C = Schnittpunkt der Ballenmesslinie mit der Brandsohlenmittellinie
CEG = Großzehenwinkel
CFH = Kleinzehenwinkel
4.
Welche Forderungen muss nach diesen Vorgaben ein passender
Kinderschuh erfüllen?
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•
Zuwachsraum + Schubraum = Zugabe,
als Zugabe bezeichnen die Schuhfachleute
den Teil, den der Schuh vor den Zehen länger
ist als der Fuß.
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•
Der Schuh muss um die Zugabe
länger sein als der Fuß
Diese Schuhinnenlänge darf auf keinen Fall unterschritten
werden
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•
Die Weite muss passen.
Wenn ein Fuß schmaler ist als der Schuh, dann kann
der Fuß vom Schuh nicht im Spannbereich gehalten werden.
Er rutscht nach vorn in die Zugabe. Vorne werden schmale
Füße in zu weiten Schuhen gestaucht - wie in
zu kurzen Schuhen - während sie hinten schlappen und
die Schuhe so zu groß erscheinen.
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•
Die Ballenlinie mit den Ballenpunkten muss eine fußgerechte
Proportion Vorfuß zu Rückfuß aufweisen.
Das ist bei WMS-Kinderschuhen in den Konstruktionsvorschriften festgelegt.
• Die Großzehenhöhe muss ausreichend hoch
sein.
( bei WMS-Kinderschuhen nach Größengruppen festgelegt)
• Die Schuhspitze darf die Zehen von der Seite her
nicht einpferchen.
(Bei WMS Mindestwinkel für Groß- und Kleinzehe)
5.
Warum
ist die richtige Schuhweite so wichtig?
• Füße rutschen in zu weiten Schuhen immer
nach vorne in die Zugabe.
Zu weite Schuhe schädigen die Füße daher
genauso wie zu kurze Schuhe. Schuhe der notwendigen Länge passen
nicht.

• Füße werden in zu schmalen Schuhen von
den Seiten eingepfercht.
Sie klaffen am Verschluss oder sitzen zu stramm (z.B. bei Gummizügen)
• Die Weite ist bei richtig konstruierten Schuhen
(WMS-Schuhen) ein dienendes Maß.
Die Gegenprobe lautet immer: wenn ein ausreichend langer Schuh gut
am Fuß sitzt, stimmt auch die Weite. Die Weite wird von der
Fußbreite wie von der Fußhöhe bestimmt. Es ist
möglich, dass daher z.B. eine kompetente Verkäuferin bei
einem flache Fuß die Weite M
(mittel) nimmt, obwohl W (weit) gemessen
wurde. Bei einem besonders hochgesprengten Fuß wird sie Weite
W (weit) nehmen, obwohl M
(mittel) gemessen wurde.
Damit
Kinderschuhe der richtigen Länge auch Halt an den Füßen
finden, benötigen sie die für den Fuß passende Schuhweite.
Bei WMS- Kinderschuhen heißen die Weiten:
Weit - Mittel - Schmal
Sie erkennen jetzt den Ursprung der Abkürzung
6.
Wie werden Kinderschuhe richtig angepasst?
• Die WMS- Fußmessgeräte:
mit
den WMS Fußmessgeräten wird die Länge beider
Füße im Stehen gemessen. Der längere Fuß
gilt. Die Breite wird als erste Annäherung zur Weite
ermittelt.
Die Füße werden in Strümpfen unter Belastung
im Stehen gemessen. Von den Fußmaßen wird anhand
der WMS Längen / Weiten-Skala eine Übertragung auf
die notwendige Schuhlänge- und Weite hergestellt. Diese
Übertragung gilt nur für WMS-Kinderschuhe, die den
WMS-Richtlinien folgen.
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• Das Anpassen von WMS-Kinderschuhen
Damit ein Kinderschuh wirklich passt, muss er richtig angepasst werden.
Das WMS-Schuhfachpersonal mit WMS-Diplom
hat in einem Spezialseminar erfahren und geübt, wie WMS-Kinderschuhe
mit den Hilfsmitteln (Messgerät, Innenlängen-Mess-Schieber)
richtig anzupassen sind. Es weiß;
• dass ausreichende Länge maßgeblich ist,
• dass die Weite in Einzelfällen nach oben oder unten angepasst
werden muss,
• dass bestimmte Fußtypen nicht alle Schuhtypen tragen
können.
7. Warum
Kinderschuhe nach WMS?
Kinder benötigen Hilfe, um passende Schuhe zu finden. Kinder
können nicht verlässlich beurteilen, ob die Schuhe zu kurz
sind.
Der Daumendruck auf die Spitze versagt bei Kindern, da sie im Reflex
die Zehen anziehen und so der Freiraum vor den Zehen nicht
sicher ertastet werden kann
Aber man kann doch die Füße messen!
Ein
passender Schuh muss jedoch länger sein als der Fuß,
die richtige Weite aufweisen, die Ballenpunkte dort haben,
wo die Ballenpunkte der Füße liegen, usw. - wie
kann dieser Schuh gefunden werden?
Das
WMS-Fußmessgerät und Kinderschuhe nach WMS gehören
zusammen. Für die jeweilige Fußlänge und -breite
wird eine Schuhlänge und -weite angegeben. Die WMS-Richtlinien
stellen sicher, dass wichtige, für die Passform notwendige
Schuhmaße bei unterschiedlichen Herstellern identisch
sind. Nur dadurch sind am Fuß genommene Maße auf
Schuhe verschiedener Hersteller übertragbar.
Die WMS-Richtlinien schreiben für jede Größe
eine Schuhinnenlänge vor, die aus der Fußlänge
und der notwendigen Zugabe besteht. Diese Zugabe ist in medizinwissenschaftlichen
Großversuchen ermittelt worden. Die Schuhweite und die
fußproportionsgerechte Lage der Ballenlinie ist fixiert.
Eine ausreichende Zehenhöhe ist in der Vorschrift sichergestellt.
Mindestwinkel für Groß- und Kleinzehe sorgen dafür,
dass der Fuß vorne nicht eingeengt wird.
Die fußwichtigen Schuhmaße sollen aber auch noch
stimmen, wenn die Schuhe längere Zeit getragen und strapaziert
wurden. Das setzt gute Materialien und auch genaue, qualifizierte
Verarbeitung voraus.
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8.
Wie sind
Kinderschuhe zu beurteilen, die nicht den WMS-Richtlinien folgen?
Diese Schuhe müssen großenteils als gesundheitsschädlich
eingestuft werden. Schuhe, die nicht den WMS Richtlinien folgen, sind
in der Längenangabe nicht verlässlich. Oft fehlt eine ausreichende
Zugabe. Dadurch wird das Verhältnis der fußgerechten Proportion
von Vor- und Rückfuß verletzt. Selbst wenn diese Schuhe
dann bewusst größer genommen werden, können sie nicht
passen.
9.
Warum
findet man guten WMS-Service nur in Schuhfachabteilungen?
Das WMS System erleichtert die Suche nach passenden Kinderschuhen,
schafft vor allem wichtige Voraussetzungen dazu. Die Anwendung,
besonders die Beurteilung in Grenzfällen setzt Fachwissen und
Erfahrung voraus.
WMS-Kinderschuhe sind keine für jeden individuellen
Fuß automatisch passende Selbstbedienungsschuhe.
Ein gut geführtes Kinderschuhlager nach Längen und Weiten
braucht engagierte Schuhfachhändler.

10.
Worauf
können Eltern beim Kinderschuhkauf achten?
• Achten Sie mit darauf, dass beim Füßemessen die
Strümpfe gut am Fuß sitzen, dass die Fersen richtig am
Fersenanschlag des Gerätes richtig stehen.
• Achten Sie auf das WMS-Zeichen im Schuh oder am Karton. Andere
Kinderschuhe können bis zu zwei Nummern kürzer ausfallen.
• Ein WMS-Kinderschuh darf auf keinen Fall kürzer gewählt
werden, als durch die Fußmessung ermittelt wurde.
• Wirklich passend ist ein Kinderschuh erst, wenn der ausreichend
lange Schuh im Spannbereich (Weite) gut am Fuß sitzt.
• Wird ein WMS-Schuh länger als gemessen gewählt,
muss eine Laufprobe sicherstellen, dass das Kind nicht stolpert.